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Langjährige Verdichtungswirkung durch unterschiedliche Achslasten auf einem Löß‐Ackerstandort
Author(s) -
Fenner Stefan
Publication year - 1997
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19971600207
Subject(s) - physics
Bewirtschaftungsbedingter Fahrverkehr kann Ackerböden bis in den Unterboden verdichten und ihre Eigenschaften als Pflanzenstandort verschlechtern. In einer Fallstudie wurde der Verdichtungsgrad von zwei Lößflächen benachbarter Betriebe (Schlag A und Schlag B) untersucht, die seit etwa 20 Jahren mit unterschiedlichen Achslasten befahren wurden (maximale Achslasten 4 t bzw. 8,9 t). Als Referenzfläche diente ein nicht befahrener, mit Gras bewachsener Ackerrain. Ziel der Untersuchung war, den Zusammenhang zwischen bewirtschaftungsbedingtem Fahrverkehr und dem Ausmaß der Bodenverdichtung aufzuzeigen. Im Bereich einer Krumenbasisverdichtung in 40 cm Tiefe lag der Bodeneindringwiderstand auf Ackerschlag A höher als unter Gras, aber doch deutlich niedriger als auf Schlag B. Gleichsinnige Unterschiede zeigten Lagerungsdichte und Luftkapazität. Für die auf beiden Flächen maximal auftretenden Achslasten wurde die vertikale Normalspannung als Funktion der Bodentiefe berechnet. Für den verdichtungsempfindlichen Bodenfeuchtebereich ergaben sich in 40 cm Tiefe Werte um 60 kPa auf Fläche A. auf Fläche Bum 130 kPa. Die Summe der während des Anbaus von Blattfrüchten auftretenden Belastungsimpulse – berechnet aus allen zurückgelegten Fahrstrecken und den jeweiligen Gerätegewichten – war für Schlag B um 17% höher als für Schlag A. Auf Schlag A war eine Verdichtungswirkung bis in ca. 40 cm Tiefe nachzuweisen. Auf Schlag B, der vor allem während der Zuckerrübenernte mit hohen Lasten befahren wird, reichte die Wirkung bis in ca. 70 cm. Diese Studie verdeutlicht, daß der Verdichtungszustand von Ackerböden in starkem Maße von der Intensität der Befahrung abhängig ist, welche nicht nur die Höhe der Achslasten, sondern auch Zeitpunkt und Häufigkeit der Überfahrung einschließt.

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