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Mikrosondenuntersuchungen an unterschiedlich stark mit Schwermetallen belasteten Böden. 1. Methodische Grundlagen und Elementanalysen an pedogenen Oxiden
Author(s) -
Hiller Dieter A.,
Brümmer Gerhard W.
Publication year - 1995
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19951580204
Subject(s) - chemistry , gynecology , political science , nuclear chemistry , medicine
An Dünnschliffen von 19 unterschiedlich stark mit Schwermetallen (SM) belasteten Bodenproben wurden EMA‐Analysen durchgeführt, um die Elementverteilung im Mikrobereich der Proben zu erfassen. Es zeigte sich, daß bei Routineanalysen an Bodendünnschliffen die Nachweisgrenzen der verschiedenen Elemente in anorganischer Matrix zwischen 110–830 mg/kg und in organischer Matrix von 80–320 mg/kg variieren. Es werden für die Schwermetalle Co, Ni, Cu, Zn, Cd und Pb elementspezifische Anreicherungen an pedogenen Oxiden gegenüber dem Durchschnittsgehalt der Bodenproben dargestellt. Die maximalen SM‐Anreicherungen in den Konkretionen gegenüber dem SM t − Gehalt der Bodenproben betragen bei Co das 3.170‐fache, Ni das 6.635‐fache, Cu das 323‐fache, Zn das 112‐fache, Cd das 2.000‐fache bzw. bei Pb das 745‐fache. Weiter konnte gezeigt werden, daß Schwermetalle zu einem großen Anteil im Innern von Konkretionen okkludiert sind. Die starke Immobilisierung von Schwermetallen in Böden durch Eisenoxide macht wahrscheinlich, daß ein gezieltes Einbringen von Eisenoxiden in schwermetallbelastete Böden zu einer Minderung der SM‐Verfügbarkeit und Verlagerbarkeit auf diesen Standorten genutzt werden kann.