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Ermittlung von analytischen Kriterien zur bodentypologischen Einordnung tiefreichend humoser Sandböden im Westmünsterland
Author(s) -
Schöbel Thomas,
Wiechmann Horst
Publication year - 1995
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19951580202
Subject(s) - gynecology , philosophy , medicine
Bei Bodenkartierungen im Westmünsterland ergaben sich auf landwirtschaftlich genutzten Flächen Schwierigkeiten bei der systematischen Einordnung von großflächig vorkommenden Sandböden, die über den Pflughorizont hinaus überdurchschnittlich viel Humus aufweisen. Um klären zu können, ob diese mehrere Dezimeter mächtigen, braunen bis graubraunen, tiefhumosen Horizonte auf natürliche Weise oder durch anthropogene Beeinflussung entstanden sind, wurden vergleichende bodenchemische und bodenphysikalische Laboranalysen durchgeführt. Ausgehend von systematisch sicher klassifizierbaren Böden der Kultosole (spez. Plaggenesche; 7 Profile) einerseits und Podsole/Braunerden (8 Profile) andererseits, sollten anhand deren diagnostischer Horizonte signifikant differenzierende Merkmale ermittelt werden, die es ermöglichen, die Horizonte bzw. die Profile mit unklarer Klassifikation (11 Profile) der einen oder anderen sicheren Gruppe zuzuordnen. Bei der statistischen Auswertung der analytischen Laborergebnisse wurden neben univariaten auch multivariate Verfahren der Diskriminanz‐ und Clusteranalyse eingesetzt. Von 11 systematisch fraglichen Bodenprofilen konnten danach 5 als Plaggenesche identifiziert werden. Die anderen wurden, aufgrund des Fehlens besserer systematischer Klassifizierungsmöglichkeiten (z.B. tiefreichend humose Braunerde o.ä.) weiterhin als (Acker‐) Braunerden oder Podsol‐Braunerden bezeichnet.