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Morphologie und Alter von Böden der Südlichen Frankenalb und der nichtkarbonatische Mineralbestand der Kalksteine
Author(s) -
Häusler Werner,
Niederbudde ErnstA.
Publication year - 1992
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19921550508
Subject(s) - political science , art
Die Böden der Südlichen Frankenalb werden nach ihrer Ausbildung in Körnung und Farbe sowie nach ihrer typischen Vernetzung in der Landschaft beschrieben. Solifluktion (Einarbeiten von Kalkscherben in Terra fusca‐Material) und äolische Bedeckung (steinfreie Schluffdecken) sind wesentliche Prozesse, die es erschweren, die Böden in (holozänen) Entwicklungsreihen darzustellen. Die Mengen an Lösungsrückstand aus den Kalksteinen variieren sehr stark (nichtkarbonatische Bestandteile zwischen 0.7 und 25.4%). Mit diesem Merkmal sowie einem Körnungs‐ und einem mineralogischen Merkmal können alle untersuchten Kalksteine (n = 23) durch die Diskriminanzanalyse in drei Kalksteingruppen hochsignifikant getrennt werden. Die Tonmineralbestände der Kalksteinlösungsrückstände sind sehr homogen. Im Feinton (< 0.2 μm) erreichen Illit und Illit/Smektit‐Wechsellagerungen rund 90%, im Grobton (2‐0.2 μm) 80–85% der Schichtsilikate. Das Alter einer 20 cm tiefen Bodendecke (IIT‐Horizont) wird auf rund 1.6, das einer 36 cm mächtigen Bodendecke (IIT + Bv 2 ‐Horizont) auf 2.7 Millionen Jahre geschätzt, wenn man den Karbonataustrag aus der CaCO 3 ‐Löslichkeit im CO 2 ‐H 2 O‐System und aktuellen Witterungsdaten eines Malm Delta‐Kalksteins (0.7% Lösungsrückstand) berechnet. Die Dauer der Bodenbildung aus den übrigen Kalksteinen ist dagegen wesentlich kürzer.

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