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Dosis‐ Wirkungs‐Beziehungen zur Erfassung von Chemikalienwirkungen auf die mikrobielle Aktivität von Böden: I. Kurvenverläufe und Auswertungsmöglichkeiten
Author(s) -
Welp Gerhard,
Brümmer Gerhard W.,
Rave Gerhard
Publication year - 1991
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19911540302
Subject(s) - chemistry , gynecology , microbiology and biotechnology , medicine , biology
Die Beziehung zwischen der Konzentration eines Schadstoffs in Böden und dem resultierenden Effekt auf biologische Parameter läßt sich beim Einsatz gestaffelter Chemikalienmengen in Form von Dosis‐Wirkungsßeziehungen beschreiben. Dosis‐Wirkungs‐Beziehungen bieten die Möglichkeit, für definierte Schadwirkungen die dazugehörigen Chemikalienkonzentrationen als „Effektive Dosen” (ED) (z.B. für 10‐ und 50%ige Hemmwirkungen als ED 10 und ED 50 ) zu bestimmen oder die Zunahme der toxischen Wirkung pro Konzentrationseinheit des Schadstoffs zu erfassen. Einige in der Literatur häufiger verwendete Verfahren zur Bestimmung solcher Kennwerte werden erläutert und auf ihre Eignung für bodenmikrobiologische Untersuchungen hin überprüft. Daneben wird ein neu entwickeltes Modell zur Anpassung von Kurven an quantitativ strukturierte Dosis‐Wirkungs‐Beziehungen vorgestellt, das auch eine Berechnung der Konfidenzintervalle von ED‐Werten erlaubt. Die Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Auswerteverfahren werden anhand von acht häufig vorkommenden Formen von Dosis‐Wirkungs‐Beziehungen diskutiert.