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Zur Bedeutung des Aggregierungsgrades für die Spannungsverteilung in strukturierten Böden
Author(s) -
Horn Rainer,
Baumgartl Thomas,
Kühner Stephan,
Lebert Matthias,
Kayser Regine
Publication year - 1991
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19911540106
Subject(s) - physics
Zur Charakterisierung der mechanischen Belastbarkeit eines Bodens sind nicht nur die Kenntnis der Vorbelastung sowie der Scherwiderstandsparameter des ungestörten Gesamtbodens sowie der Einzelaggregate unter statischer Belastung erforderlich, sondern für eine vollständige Quantifizierung der effektiven Spannungsgleichung müssen auch die hydraulischen Eigenschaften in Abhängigkeit von der Intensität, Art und Zeitdauer der Belastung bekannt sein. Bei hoher Fahrgeschwindigkeit wirkt der Boden je nach Aggregierungsgrad und hydraulischen Bedingungen als quasi‐starrer Körper mit einem stärker ausgeprägten Druckkompensationsvermögen, wohingegen bei geringerer Fahrgeschwindigkeit eine tiefer in den Boden hineinreichende dreidimensionale Druckfortpflanzung ermittelt werden kann. Dies läßt sich mit der durch Aggregierung insgesamt steigenden Stabilität des Gesamtbodens zusammen mit von Aggregierungsgrad, Körnung und Auflast sowie Vorentwässerungsgrad abhängigen Werten für die Wasserleitfähigkeit sowie für die Porengeometrie des Inter‐ und Intraaggregatporensystemes erklären, wodurch die Bedeutung des Wertes des Porenwasserüberdrucks als Parameter der effektiven Spannungsgleichung modifiziert wird.