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Die Bedeutung von hohen Aluminiumgehalten für die Humusanreicherung in sauren Waldböden
Author(s) -
Blaser Peter,
Klemmedson James O.
Publication year - 1987
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19871500512
Subject(s) - chemistry , nuclear chemistry
Am Beispiel von zwei repräsentativen Bodenprofilen in der Kastanienstufe des Kantons Tessin (Schweiz) wurde die Wirkung von hohem Aluminiumgehalt auf die Humusbildung untersucht. Der Kryptopodsol repräsentiert die sauren Waldböden, welche auf Al‐reichen Gneisen und Glimmerschiefern verbreitet sind. Das Vergleichsprofil, eine saure Braunerde, entspricht dagegen einem sauren Waldboden, der aus einem Kalksilikatgestein hervorgegangen ist. Dieses Gestein enthält ca. 20 mal weniger Aluminium als der Gneis. Die Extraction der Bodenproben mit HNO 3 , Ammoniumacetat‐EDTA, NH 4 Cl, KCl und NH 4 F‐HCl erlaubt eine Beurteilung der relativen Bindungsstärken und ‐formen wichtiger Elemente in den beiden Böden. Im Al‐reichen Kryptopodsol ist Aluminium vorwiegend an die organische Substanz gebunden. Dieser Boden ist sehr humusreich und bis in 70 cm Tiefe schwarz gefärbt. Es wird vermutet, daß die Humusmineralisation durch die Bindung von Aluminium an die organische Substanz gehemmt wird. Die hohen Anteile an organischem Phosphor bei gleichzeitig geringen Mengen von NH 4 F‐HCl‐Orthophosphat deuten in die selbe Richtung. Die Kryptopodsole besitzen morphologische, chemische und physikalische Eigenschaften, die jenen von nicht allophanhaltigen Andosolen ähnlich sind. Bei der sauren Braunerde fehlen diese Eigenschaften.

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