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Dynamik verschiedener Schwefel‐Fraktionen bei Abbauversuchen mit Brennesselblättern ( Urtica dioica L.)
Author(s) -
Zucker Alfons
Publication year - 1987
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19871500309
Subject(s) - urtica dioica , botany , biology
An vier Standorten (Rendzina unter Halbtrockenrasen, Ranker‐Braunerde unter Feldrain, Brauner Auenboden sowie Naßgley unter Auenwald) wurden mittels Nylonnetzen verschiedener Maschenweite (0,05 bzw. 1,5 bzw. 5,0 mm) Streuabbauversuche mit S‐reichen Brennesselblättern durchgeführt, um zu prüfen, wie Standort und Destruenten die S‐Dynamik beeinflussen. Die Standorte bedingen lediglich zeitliche Modifikationen, nicht dagegen qualitative Unterschiede im Spektrum der S‐Fraktionen. Obwohl sich Gesamt‐Schwefel im Mittel aller Proben während des Abbaus um 55% von 7548 auf 3430 ppm verringert und das C/S‐Verhältnis von 48 auf 84 ansteigt, ist das nach 4 bis 34 Wochen vorliegende Substrat immer noch sehr schwefelreich. Die Ergebnisse bei den Fraktionen Ester‐ und direkt an Kohlenstoff gebundener S dagegen werden durch die vorhandenen Zersetzergruppen stark beeinflußt. Wasserlöslicher S geht von durchschnittlich 77 auf 3 bis 32% zurück, Aminosäure‐S steigt von 12 auf 27 bis 50% des Gesamt‐S an. Ester‐S, am Versuchsbeginn nicht nachweisbar, reichert sich in den grobmaschigen Netzen weit stärker an (5,0 mm‐Netze: 34%; 1,5 mm‐Netze 19% von Gesamt‐S) als in den nur Mikroben zugänglichen (9%), während sich direkt an Kohlenstoff gebundener S umgekehrt verhält. Der Einfluß der verschiedenen Zersetzergruppen auf die Veränderungen der S‐Fraktionen während des Abbaus wird diskutiert.

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