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Einfluß verschiedener Substanzen auf den Eindringwiderstand von Bodenpasten
Author(s) -
Becher H. H.,
Strobl A.
Publication year - 1986
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19861490104
Subject(s) - chemistry , microbiology and biotechnology , gynecology , biology , medicine
In einem Testversuch wurde geprüft, in welchem Ausmaß die Molekularkräfte eines Bodens beeinflußbar sind. Hierzu wurden aus Krumenproben zweier erodierter Löß‐Parabraunerden (A p ‐ im A l ‐ bzw. B t ‐Horizont) unter Zugabe von Alginure', Ca(OH) 2 , NaCl, KCl, organischer Substanz oder Ferrihydrit Bodenpasten hergestellt, nach Lufttrockung 8–12 mm große Aggregate gewonnen und deren Eindringwiderstand – als Maß für die Beeinflussung – bei 4 verschiedenen Wasserspannungen gemessen. Die Eindringwiderstände sind mit der Wasserspannung nach lg(Eindringwiderstand) = ‐a+b*(Wasserspannung) und mit dem Wassergehalt nach lg(Eindringwiderstand) = a‐b*lg(Wassergehalt) korreliert und sind für B t ‐Pasten stets höher als für A l ‐Pasten. Wenn eine Behandlung den Eindringwiderstand beeinflußt, erniedrigt sie den der B t ‐Pasten und erhöht den der A l ‐Pasten. Da die Wirkungen von Ausgangsmaterial und Behandlung erst bei Wasserspannungen >10kPa bzw. >30kPa auftraten, ist anzunehmen, daß sie im wesentlichen auf die Oberflächenspannung des Bodenwassers und daher auf die Kohäsionskraft der Wassermenisken einwirken. Diese Kohäsionskraft bewirkt die Festigkeit der Aggregierung und damit u.a. den Eindringwiderstand eines Bodens.