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Das Verhalten des Herbizids 2.4.5‐T in deutschen Acker‐ und Waldböden
Author(s) -
Litz N.,
Blume H.P.
Publication year - 1985
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19851480309
Subject(s) - gynecology , physics , chemistry , microbiology and biotechnology , biology , medicine
Eliminierung und Verlagerung des Herbizids 2.4.5‐T wurden in 10 deutschen Acker‐ und Waldböden im Feldversuch während und außerhalb der Vegetationsperiode studiert. Adsorptions‐und Desorptionsversuche, Perkolations‐, Abbau‐ und Verdampfungsversuche unter standardisierten Laborbedingungen ermöglichten eine bessere Deutung der Feldversuche. In Abhängigkeit von den Standortverhältnissen (vor allem Wasser und Luft) sowie der Bindungsintensität des 2.4.5‐T durch Huminstoffe wurden im Sommer bei 13‐18°C 50% des Herbizids in 8 bis 46 Tagen eliminiert, im Winter bei 4‐7°C hingegen in ca. 40 bis 220 Tagen. Die Eliminierung erfolgte überwiegend durch mikrobiellen Abbau, besonders im Sommer aber auch durch Verdampfen. Weniger als 1% des applizierten 2.4.5‐T wurde von Weidelgras aufgenommen. Teilweise wurden bis zu 10% des Herbizids tiefer als 30cm verlagert, im Winter sogar tiefer als 50cm. Die Bewegung wurde durch Huminstoffe stark, durch Tonminerale hingegen nicht verzögert. Aufgrund enger Beziehungen zwischen Feld‐ und Laborbefunden erscheint es möglich, das Verhalten von 2.4.5‐T und verwandter Verbindungen im Boden mittels Adsorption/Desorption‐ und Abbautests vorherzusagen.