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Ein mächtiges autochthones Bodenprofil präoligozänen Alters aus unterdevonischen Schiefern der nordöstlichen Eifel
Author(s) -
FelixHenningsen P.,
Wiechmann H.
Publication year - 1985
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19851480204
Subject(s) - political science , humanities , art
Bei der Rekonstruktion der Landschaftsgeschichte im Raum des Rheinischen Schiefergebirges spielen mesozoisch‐tertiäre Bodenrelikte und deren Sedimente eine wichtige Rolle. Zeitlich zu fixierende Paläoböden sind kaum vorhanden und meist fehlt es an differenzierten analytischen Nachweisen. Daher wurde ein mächtiger, autochthoner, tonreicher Paläoboden mit Konkretions‐, Flecken‐ und Bleichzone über einem 30m mächtigen gebleichten Saprolith aus devonischen T‐U‐Schiefern mit Sandsteinbänken untersucht. Aus der Stratigraphie der Decksedimente ergibt sich ein präoligozänes Alter der Bodenbildung. Neben einer absoluten Akkumulation roter Fe‐Oxide in den obersten Horizonten ergibt sich eine intensive Kaolinitbildung aus Chloriten und Glimmern. Quarz wurde nur in geringem Maß in den feinsten Fraktionen gelöst. Die desilifizierende ‐ Verwitterung geht nicht soweit, daß Gibbsit entsteht, das SiO 2 : Al 2 O 3 ‐Verhältnis sinkt deshalb nicht unter 2. Nach der Systematik der Bundesrepublik Deutschland liegt ein Rotplastosol vor. Die Bedingungen für Oxisole oder Ferralsole werden knapp erfüllt. Ein Abtrag ehemals vorhandener, stärker verwitterter Horizonte ist nicht ausgeschlossen.