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Phytotoxizität von Thallium (Tl) in Hydrokultur Teil 1: Einfluß von Tl(I) auf das Wachstum und die Schwermetallgehalte von Erbsen‐ und Ackerbohnenpflanzen
Author(s) -
Pötsch Ulrike,
Austenfeld F.A.
Publication year - 1985
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19851480109
Subject(s) - chemistry
In Hydrokultur wurde der Einfluß von TINO 3 bzw. Tl(I)EDTA (bei gleichzeitiger Komplexierung der essentiellen Schwermetalle) auf das Wachstum sowie die Akkumulation von Thallium (Tl) und essentiellen Schwermetallen in den verschiedenen Organen von Erbsenpflanzen ( Pisum sativum L. var. Aromata) und Ackerbohnenpflanzen ( Vicia faba L. var. Hangdown) untersucht. Mit zunehmender TlNO 3 ‐Konzentration in der Nährlösung wurde das Wachstum der Erbsenpflanzen gehemmt. Die Tl‐Aufnahme folgte direkt dem TlNO 3 ‐Angebot. Die höchste Tl‐Anreicherung fand in den Stengeln der Erbse statt. Steigende Gaben von TlNO 3 verursachten eine Abnahme der Mn‐, Zn‐ und Cu‐Gehalte der Wurzeln, sowie des Mn‐Gehaltes der Stengel. Erhöht wurde dagegen der Fe‐Gehalt der Stengel. Verglichen mit dem Einfluß von TlNO 3 hatte Tl(I)EDTA eine stärker ausgeprägte Wachstumshemmung zur Folge. In Übereinstimmung hiermit ergab die Analyse auch höhere Tl‐Gehalte der Organe, wobei die Stengel wiederum am stärksten mit Tl belastet waren. Während in den Wurzeln nur eine Absenkung des Mn‐Gehaltes zu beobachten war, wurde in den Stengeln eine Erhöhung der Fe‐ und Mn‐Gehalte und in den Blättern eine Zunahme der Fe‐, Zn‐ und Cu‐Gehalte bei steigenden Tl(I)EDTA‐Gaben festgestellt. Die Zunahmen der Nährstoffgehalte gehen höchst wahrscheinlich auf eine Konzentrierung durch Wachstumshemmung zurück. Die Ackerbohnenpflanzen zeigten keine Wachstumsbeeinflussung durch TlNO 3 , obgleich das Tl entsprechend der verabreichten Menge von den Wurzeln aufgenommen und in die Stengel weitergeleitet wurde. Die höchsten Tl‐Gehalte wiesen die Wurzeln auf. In den Blättern konnte Tl nur in Spuren nachgewiesen werden. Zunehmende TlNO 3 ‐Gaben führten zu verminderten Mn‐ und Zn‐Gehalten der Wurzeln, sowie verminderten Mn‐Gehalten der Stengel. Tl(I)EDTA hatte ebenfalls keinen Effekt auf das Wachstum der Ackerbohne. Die Komplexierung von Tl senkte die Tl‐Gehalte aller Organe; in den Blättern war Tl nicht mehr nachweisbar. Die Steigerung des Tl(I)EDTA‐Angebotes wirkte sich auf die essentiellen Schwermetalle ausschließlich in Form einer Abnahme des Mn‐Gehaltes der Wurzeln aus.

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