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Atmosphärische Deposition von Bioelementen in Agrar‐Ökosysteme 2. Mitteilung: Schwefel‐Interception eines Getreidebestandes
Author(s) -
Böttcher J.,
Frede H.G.,
Meyer B.
Publication year - 1984
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19841470614
Subject(s) - interception , forestry , physics , biology , geography , ecology
Um die Schwefel‐Interception eines Getreidebestandes messen zu können, wurden Kleinlysimeter als „Wirkdosen” eingesetzt. Die Testfrucht in diesem Versuch war Winter‐Gerste. Von der Aussaat bis zur Ernte waren die Kleinlysimeter (4 Wiederholungen) zur Vermeidung von Oaseneffekten in einen etwa 10 Ar großen Gerstenbestand eingebettet. Es wurden alle meßbaren Schwefel‐Input‐ und Outputgrößen erfaßt, um die S‐Interception als Bilanzdifferenz ermitteln zu können. Es konnte keine Schwefel‐Interception der Winter‐Gerste gemessen werden. Wegen der technisch begrenzten Meßgenauigkeit wäre trotzdem ein Interceptionsbetrag von 3–4 kg S/ha möglich, der jedoch praktisch ohne ökologische Bedeutung für die Landwirtschaft wäre. Es darf angenommen werden, daß dieses mangelnde Interceptionsvermögen für alle niedrig wachsenden Pflanzen gilt. Hierin ist ein entscheidender Unterschied zwischen Agrar‐ und Forst‐Ökosystemen zu sehen.