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Cyanidadsorption an Sesquioxiden, Tonmineralen und Huminstoffen
Author(s) -
Schenk Birgit,
Wilke B. M.
Publication year - 1984
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19841470604
Subject(s) - chemistry , malonic acid , medicinal chemistry , humin , polymer chemistry , stereochemistry , organic chemistry , fertilizer , humic acid
Cyanidadsorptionsversuche wurden mit Kaliumcyanid (KCN) in Abhängigkeit vom pH an Sesquioxiden, Tonmineralen, Huminen und Huminsäure sowie den L‐Lagen von Mull, Moder und Rohhumus durchgeführt. Von den vorgenannten Reinsubstanzen wies lediglich die Huminsäure eine Cyanidadsorption auf. Sie nahm mit steigendem pH der Reaktionslösung zu. IR‐spektroskopische Untersuchungen zeigten, daß Cyanide im sauren Milieu als HCN‐Moleküle über Wasserstoffbrücken an Carbonyl‐, Carboxyl‐, OH‐ und NH 2 ‐Gruppen der Huminsäure gebunden werden. Im neutralen bis basischen Bereich liegt das zugesetzte Cyanid dagegen vorwiegend als CN − ‐Ion vor und wird durch Bildung von Ladungsübertragungskomplexen mit Acceptormolekülen (Chinone u. a.) an die Huminsäure gebunden. Die Cyanidadsorption der L‐Lagen der untersuchten Humusformen nimmt in der Reihenfolge Rohhumus – Mull – Moder ab. Die HCN‐Moleküle werden hierbei nicht nur an Huminsäure, sondern möglicherweise auch von Oxidationsprodukten der Lignine, Pektine, Cellulose, Proteine und Kohlenhydrate sowie von Fulvosäuren adsorbiert. Desorptionsversuche mit K 2 HPO 4 zeigten, daß das gebundene Cyanid kaum freigesetzt wird.

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