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Zur Pedogenese und Klassifikation von Marschböden des Unterweserraumes. I. Gesamtnährstoffe, Carbonatgehalt, Kationenbelag und Diatomeenflora als Indikatoren für Sedimentations‐Bedingungen und Bodenentwicklung
Author(s) -
Giani L.,
Gebhardt H.
Publication year - 1984
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19841470510
Subject(s) - gynecology , political science , philosophy , chemistry , medicine
Die Untersuchung galt der Überprüfung der Vorstellung, daß die Eigenschaften der Marschböden, insbesondere das Ca/Mg‐Verhältnis der austauschbaren Kationen, sedimentationsbedingt sind. Hinweise darauf, daß dies nicht der Fall ist, ergeben sich aus folgenden Befunden: – Die Brackmarschen sind nicht grundsätzlich tonreicher als die See‐ und Flußmarschen – Die Gesamtgehalte an P, Ca, Mg, K und Na variieren aufgrund bodengenetischer Prozesse – Die Ca t /Mg t ‐Verhältnisse sind in kalkhaltigen Böden weiter als in kalkfreien und können ebenso wie die Ca a /Mg a ‐Verhältnisse als Klassifikationsmerkmale herangezogen werden – Das Ca a /Mg a ‐Verhältnis verengt sich bei gleichbleibenden Mg a ‐Gehalten, d. h. die Brackmarschen enthalten nicht grundsätzlich einen höheren Anteil an austauschbarem Mg. Diese Hinweise werden durch die Zusammensetzung der Diatomeenflora und Karteninterpretationen, die einheitlich brackisch‐marine Sedimentationsbedingungen anzeigen, bestärkt, so daß sich die als sedimentationsbedingt hergeleiteten Eigenschaften als Ergebnis unterschiedlich langer und intensiver Pedogenese darstellen.

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