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Zur Trendentwicklung des pH‐Wertes des Niederschlags in Mitteleuropa
Author(s) -
Winkler Peter
Publication year - 1982
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19821450610
Subject(s) - physics , humanities , political science , gynecology , philosophy , medicine
Nach Messungen des Niederschlags‐pH aus den letzten 5 Dekaden ist in Mitteleuropa praktisch kein Trend des pH‐Wertes festzustellen. Dieser Befund wird unterstützt durch das Fehlen eines Jahrganges des pH‐Wertes, obwohl die SO 2 ‐Emissionen (als Hauptursache der Säurebildung) im Winter etwa doppelt so hoch wie im Sommer sind. Zwischen pH‐Wert und elektrischer Leitfähigkeit als einem Maß für die gelösten Stoffe besteht eine charakteristische Beziehung, aus welcher die Sättigung des Niederschlags mit Säure abgelesen werden kann. Diese Beziehung, die für verschiedene Orte sehr ähnlich ist, beschreibt offenbar den Zusammenhang zwischen Spurenangebot einerseits und dem summarischen Spurenstoffaufnahmevermögen des Regens andererseits und zeigt, daß der Niederschlag in seiner Säurebildungskapazität beschränkt ist. Diese Kapazität war trotz steigendem Spurenstoffangebot zu einem Zeitpunkt vor 1940 ausgeschöpft.