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Hysterese der Wasserspannungskurve in organogenen Böden
Author(s) -
Ilnicki P.
Publication year - 1982
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19821450407
Subject(s) - gynecology , physics , medicine
An 20 ungestörten Proben von Torf, Mursch, anmoorigem und humosem Sand wurde die Hysterese der Wasserspannungskurve im Bereich Ψ = 0 bis –9,8 kPa und 0 bis –29,4 kPa untersucht. Sie ist am höchsten in Torfen, wo im Bereich –1 bis –3 kPa Unterschiede des Wassergehaltes bei Austrocknung und Befeuchtung von 0,076 cm 3 /cm 3 (Tab. 2) vorkommen. Mursche mit niedrigem Aschegehalt und humose Sande nehmen eine mittlere Position ein, während bei anmoorigem Sand und Murschproben mit hohem Aschegehalt (über 40 %) 2–3 mal kleinere Werte gemessen wurden. In organogenen Böden vermindert sich die Hysterese deutlich bei Wasserspannungen unter –6 kPa. Bei wiederholter Austrocknung und Befeuchtung der Torfe wird eine Verkleinerung (um ca. 30 %) der Hystereseschleife und ihre Verschiebung in den Bereich niedriger Wassergehalte festgestellt. Die Hysterese der Mursche verändert sich dabei kaum. Veränderungen der Porenraumgliederung (Poren ϕ > 30 μm) während wiederholter Austrocknung und Befeuchtung weisen auf eine gewisse Schrumpfung der Proben hin.