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Die Persistenz von Chlorcholinchlorid in Weizenpflanzen während der generativen Wachstumsphase und in lagernden Weizenkörnern
Author(s) -
Bohring J.
Publication year - 1982
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19821450308
Subject(s) - chemistry , microbiology and biotechnology , gynecology , physics , biology , medicine
In Gefäßversuchen mit Sommerweizen wurde die Metabolisierung des mit 14 C markierten Wachstumsregulators Chlorcholinchlorid (CCC) während der generativen Wachstumsphase untersucht sowie seine Persistenz in lagernden Weizenkörnern nach der Ernte über einen Zeitraum von 1 Jahr analysiert. Dabei wurden im einzelnen folgende Ergebnisse erhalten: 1 Die Beweglichkeit von CCC in der Pflanze ist ziemlich gering. Selbst bei Spritzung mit CCC in einem späten Wachstumsstadium, (vor Beginn des Ährenschiebens) verbleiben 98–99 % der aufgesprühten 14 C‐Aktivität im Sproß und nur 1–2 % werden in die Ähre verlagert. Die CCC‐Gehalte in den Körnern stiegen selbst bei zweimaliger Spritzung mit hohen CCC‐Gaben nur auf 1–2 ppm an. 2 Chlorcholinchlorid ist in Weizenpflanzen ziemlich stabil und wird nur in geringem Maße zu Cholin abgebaut. So wurde die Hauptmenge der auf die Pflanzen aufgebrachten 14 C‐Aktivität stets im unzersetzten CCC gefunden und nur 2–5 % in der Cholinfraktion. In den übrigen Fraktionen des Pflanzenmaterials wurden entweder nur Spuren oder gar keine Aktivitäten gefunden. 3 In den Körnern stieg der 14 C‐Aktivitätsanteil in der Cholinfraktion auf 12 % der im Korn vorhandenen 14 C‐Aktivität an. Er war damit doppelt so hoch wie im Stroh. Die Ursache hierfür könnte sein, daß das CCC‐Molekül entweder im Korn schneller zu Cholin abgebaut wird oder daß das in den Blättern aus CCC gebildete radioaktive Cholin beweglicher als das CCC‐Molekül ist, so daß es während der Kornfüllungsphase im Vergleich zu CCC in den Körnern angereichert wurde. 4 Nach der Reife ließ sich in den bei Raumtemperatur lagernden Weizenkörnern keine Metabolisierung von CCC nachweisen. Über einen Zeitraum von einem Jahr hinweg änderte sich in den Körnern weder die Gesamt‐ 14 C‐Aktivität noch der CCC‐Gehalt signifikant.

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