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Auswirkungen hoher NaCl‐Konzentration im Nährmedium auf die Transpiration, den Abscisinsäure‐, Cytokinin‐ und Prolingehalt zweier Sojabohnensorten
Author(s) -
Roeb G. W.,
Wieneke J.,
Führ F.
Publication year - 1982
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19821450203
Subject(s) - chemistry , physics , horticulture , art , biology
An den unterschiedlich salzempfindlichen Sojabohnensorten „Lee” und „Jackson” wurde in Nährlösung der Einfluß einer Besalzung auf die Transpiration, die Cl − ‐und Na + ‐Akkumulation und auf die Abscisinsäure‐, Cytokinin‐ und Prolingehalte untersucht. Die Besalzung mit 75 mM NaCl im Nährmedium bewirkte bei beiden Sorten eine drastische Hemmung der Transpirationsrate (ca. 40%), und zwar stärker bei der Sorte „Jackson”. Dennoch translozierte diese Sorte erheblich mehr Cl − in den Sproß. Die Sorte „Lee” hingegen akkumulierte verstärkt Cl − ‐Ionen in der Wurzel und vermochte dadurch den Sproß effektiv vor einer toxischen Cl − ‐Konzentration zu schützen. Die Wurzel/Sproß‐Verteilung der Na + ‐Ionen war in beiden Sorten kaum unterschiedlich. Die ABA‐Gehalte der Blätter stiegen nach 48 h Salzbelastung in beiden Sorten um das 5fache auf ca. 1200 ng × g −1 TS an. Etwa zur gleichen Zeit erreichten die salzgestreßten Pflanzen Transpirationsminimum. Bei länger andauerndem Salzstreß sanken die ABA‐Werte von „Lee” um die Hälfte ab. Die auf höherem Niveau verbleibenden ABA‐Gehalte der Sorte „Jackson” weisen auf eine stärkere und/oder länger anhaltende Streßbelastung im Sproßbereich der salzempfindlichen Sorte hin. Eine kausale Beziehung der ABA‐Konzentration der Blätter zur sorteneigenen Fähigkeit von „Lee”, Cl − ‐Ionen vom Sproß fernzuhalten, kann aus den Ergebnissen nicht abgeleitet werden Die Cytokiningehalte der untersuchten Sojabohnenpflanzen zeigten nach Besalzung des Nährmediums keine eindeutigen Konzentrationsverschiebungen; ebensowenig wurde ein Sortenunterschied offenbar. Sehr deutlich unterschieden sich die beiden Sojabohnensorten hingegen im Prolingehalt Blätter, „Jackson” reagierte besonders drastisch. Von ca. 1,8 μmol in den Blättern nicht‐gestreßter Pflanzen stiegen die Prolinwerte bis auf 24,7 μmol × g −1 TS nach 168 h Salzbelastung an. Wurde der Salzstreß nach 120 h unterbrochen und die Pflanze in Nährlösung ohne NaCl weiterkultiviert, so sank die Prolinkonzentration im Verlauf von 48 h nahezu auf den Ausgangswert. Bei der Sorte „Lee” führte die Besalzung nur zu einer Verdoppelung der Prolingehalte. Der höchste Wert wurde bereits nach 120 h Salzbelastung erreicht.

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