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Einfluß von Meliorationsmaßnahmen auf organische Bindungsformen des Stickstoffs im Boden unter einem streugenutzten Oberpfälzer Kiefernbestand
Author(s) -
Baum U.
Publication year - 1980
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19801430504
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , nuclear chemistry
An einem Oberpfälzer Meliorationsversuch wurden nach 10‐12jähriger Laufzeit die behandlungsbedingten Veränderungen des Boden‐Stickstoffs in organischen Bindungsformen untersucht. Das Experiment wurde 1964 in einem ehemals streugenutzten Kiefernbaumholz 111, 5 Bonität auf Podsol‐Pseudogley aus toniger Kreideverwitterung mit Staublehmdecke angelegt. Es umfaßt folgende Versuchsglieder: NPKCaMg‐Düngung (I); PKCaMg‐Düngung mit 20 cm tiefer Fräsung (11); PKCaMg‐Düngung, 20 cm tiefes Fräsen und Lupineneinsaat (111); Kontrolle (0). Bei Überprüfung des analytischen Verfahrens errechneten sich im vorgesehenen Arbeitsbereich methodisch bedingte Fehler zwischen 3 und 15%; weitere Tests ergaben, daß mit zusätzlichen Verfälschungen durch die salzsaure Hydrolyse zu rechnen ist. Gesicherte behandlungsbedingte Zunahmen der auf Kohlenstoff bezogenen N‐Gehalte in organischen Fraktionen beschränkten sich auf die OH‐Lage und die obersten 10 cm des A h ‐Horizontes. Es stiegen die Gesamt‐Stickstoff‐Gehalte und die Fraktionen des gesamten hydrolysierbaren Stickstoffs, des a‐Amino‐N, des „Ammonium”‐N und des nicht hydrolysierbaren Stickstoffs. Die verschiedenen Meliorationsverfahren hatten keinen signifikanten Einfluß auf die relativen Anteile der N‐Fraktionen am Gesamt‐Stickstoff. Merkliche Vorratserhöhungen ließen sich nur für Gesamt‐Stickstoff und in geringerem Umfang für den a‐Aminosäurebürtigen Stickstoff belegen.