Premium
Löslichkeit des anorganischen Bodenphosphors und Phosphatdüngung
Author(s) -
Schachtschabel P.,
Beyme B.
Publication year - 1980
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19801430308
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Die Löslichkeit des anorganischen Bodenphosphors verschiedenartiger Böden wurde durch 15 bis 40 mal aufeinanderfolgende Extraktion mit Wasser im Verhältnis 1:50 bestimmt. Die Löslichkeits‐kurven zeigen einen exponentiellen stufenfreien Verlauf (Abb. 1), unabhängig von der P‐Bindungsform und anderen Bodeneigenschaften. Zwischen den P‐Werten der 1. Extraktion und der Summe der P‐Gehalte aus allen Extraktionen mit einer Löslichkeit von über 100 μg P/1 besteht eine enge positive Korrelation (Abb. 2). Das diffusionsfähige Bodenphosphat und damit auch die gesamten Neubildungen der Düngerphosphate sind pflanzenverfügbar. Dies ist aus der Wasserlöslichkeit des Bodenphosphors (20–140 μg P/1) nach wiederholter Wasser‐und Lactat(CAL)‐Extraktion zu folgern. Die festgestellte langsame Einstellung des P‐Gleichgewichts bei der Wasserextraktion wird auf den Einfluß einer behinderten Diffusion im Innern der Sorbentien zurückgeführt. Die Beziehungen zwischen der P‐Düngung und der Löslichkeit des Bodenphosphors (Abb. 4), sowie der ökonomisch günstigste P‐Gehalt der Böden im Hinblick auf ein optimales Pflanzenwachstum (z. B. Tabelle 2) werden dargelegt.