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Umsetzung von Cyanamid, Harnstoff und Ammonsulfat in Abhängigkeit von Temperatur und Bodenfeuchtigkeit
Author(s) -
Vilsmeier K.,
Amberger A.
Publication year - 1980
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19801430107
Subject(s) - chemistry
Die Umsetzung von Cyanamid‐, Harnstoff‐und Ammonsulfatlösungen bis zum Nitrat wurde in einem sandigen schluffigen Lehm (pH 6.2) in Abhängigkeit von Temperatur und Bodenfeuchtigkeit untersucht. 1. Cyanamid wurde innerhalb von 1–5 Tagen zu Harnstoff abgebaut. Steigende Temperaturen (2°–100°C) erhöhten, höhere Bodenfeuchtigkeit (120 % d.v.WK) verlangsamte die Umsetzung. 2. Die Hydrolyse von Harnstoff zu Ammoniak erfolgte noch bei 2°C innerhalb von 10 Tagen, unabhängig davon, ob Cyanamid oder Harnstoff vorgelegt worden war. Geringe Bodenfeuchtigkeit (40 % d.v.WK) und höhere Temperaturen (bis 70°C) beschleunigten den Abbau. 3. Nach Harnstoffvorlage (20 mg N) wurde vorübergehend bis zu 5 mal soviel Nitrit (0.5 mg NO 2 ‐N) gebildet wie nach Cyanamid‐bzw. Ammonsulfatvorgabe. 4. Im Hinblick auf die Nitrifikationsgeschwindigkeit ergaben sich deutliche Unterschiede: Harnstoff > Cyanamid und Ammonsulfat. Die Nitratbildung begann bei 2°C, das Optimum liegt zwischen 20° und 30°C. Unter den Bedingungen eines Wasserüberstaues (120 % d.v.WK) wurde bei niedrigen Temperaturen schwach nitrifiziert, bei höheren Temperaturen aber denitrifiziert.

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