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Einfluß von Zwei‐ und Dreischichttonmineralen auf die Dehydrogenase‐, saure Phosphatase‐ und Urease‐Aktivität in Modellversuchen
Author(s) -
Makboul H. E.,
Ottow J. C. G.
Publication year - 1979
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19791420320
Subject(s) - chemistry , microbiology and biotechnology , biology
Mit Hilfe von Modellversuchen wurde der Einfluß Ca‐homoionischer Tonminerale sowie von Huminsäure (Roth) auf die Dehydrogenase‐Aktivität (DHA; als Maß für die Zellaktivität von Bodenorganismen) sowie auf die Wirkung von Urease und saurer Phosphatase untersucht. Die folgenden Ergebnisse wurden erzielt: 1. Mit steigenden Mengen an Sorbenten nahm die DHA des Bodens sowie die Aktivität von Urease und saurer Phosphatase deutlich ab. Die maximale Inaktivierung der DHA, SPA und Urease‐Aktivität wurde bei etwa 0.6g Sorbent pro Versuchsansatz erreicht. 2. Die Inaktivierung der DHA nahm in der Reihenfolge Huminsäure < Montmorillonit < Bentonit < Kaolinit < Pyrophyllit < Halloysit deutlich ab. Die Urease‐ und saure Phosphatase‐Aktivität wurde bereits durch geringe Mengen an Tonmineral oder Huminsäure signifikant und spezifisch verringert. Während die Urease‐Inaktivierung (durch Sorption) in der Reihe Huminsäure < Montmorillonit < Illit < Pyrophyllit < Halloysit < Kaolinit < Bentonit abnahm, verlief die Aktivitätsabnahme im Falle der sauren Phosphatase nach der Folge Pyrophyllit < Montmorillonit < Bentonit < Halloysit < Kaolinit < Illit. Auf Grund der starken Eigenfarbe der Huminsäure konnte ihr Einfluß auf die saure Phosphatase nicht ermittelt werden. 3. Zwischen der Inaktivierung der DHA sowie der Urease bzw. sauren Phosphatase und der AK oder der spezifischen Oberfläche bestand keine direkte Beziehung. Hingegen konnte eine gute Korrelation zwischen der Inaktivierung der drei Enzymsysteme und der Oberflächenladungsdichte der Tonminerale festgestellt werden. Offenbar ist sowohl die Sorptionskapazität als auch die spezifische Oberfläche an der Inaktivierung von der DHA, der SPA und der Urease‐Aktivität beteiligt. Die Ursachen und Mechanismen der spezifischen Inaktivierung von Enzymen werden diskutiert.

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