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Myxobakterien‐Artenspektren von Böden in Abhängigkeit von bodenbildenden Faktoren unter besonderer Berücksichtigung der Bodenreaktion
Author(s) -
Rückert G.
Publication year - 1979
Publication title -
zeitschrift für pflanzenernährung und bodenkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.644
H-Index - 87
eISSN - 1522-2624
pISSN - 0044-3263
DOI - 10.1002/jpln.19791420307
Subject(s) - microbiology and biotechnology , physics , chemistry , gynecology , art , biology , medicine
1) Für 9 Boden‐Probenserien unterschiedlichster Herkunft wurden die durchschnittlichen Myxobakterien‐Artenspektren ermittelt. Insgesamt wurden 444 Böden untersucht, wobei in jedem Fall mehr als 20 Proben einer Gruppe oder Untergruppe (vgl. Tabelle 3) zugeordnet waren. 2) Im interklimatischen Vergleich erwiesen sich die Böden unter tropischen Regenwäldern als besonders artenreich, subarktische Tundra‐Rohböden als besonders artenarm. Sie wurden sogar deutlich von Substraten aus ariden und extrem ariden Wüsten übertroffen (Tabelle 1). 3) Am Beispiel einander unmittelbar benachbarter Spülsaum‐Primärdüne‐Probenpaare wurde der ungünstige direkte Einfluß des Meerwassers auf die Myxobakterien‐Flora dargelegt. Die Primärdünen wiesen wesentlich günstigere Verhältnisse auf als die Spülsäume (Tabelle 2). Dagegen kann sich eine Überflutung durch Süßwasser mit den damit verbundenen ökologischen Veränderungen positiv auf die Myxobakterien auswirken Bodenneutrale Auenwälder zeigten einen reichen Myxobakterien‐Besatz, Buchenwälder als vorherrschende Klimaxgesellschaften mittlerer Breiten in deutlicher Abhängigkeit von ihrer Bodenreaktion abgestufte geringere Werte.‐Hier ist eine intraklimatische Vergleichsmöglichkeit gegeben (Tabelle 3). 4) Die Abhängigkeit der Myxobakterienflora vom pH‐Wert und damit auch vom Ausgangsgestein konnte am Beispiel alpiner Böden dargelegt werden. Ab pH = 5,0 waren die Befunde wesentlich günstiger als in saureren Substraten (Tabelle 4). 5) Hitze‐ und Dürreresistenz der Myxobakterien wurden diskutiert. Es zeigte sich, daß man für die Myxobacterales durchaus eine weltweite Verbreitung annehmen darf. Bei genauer Betrachtung gilt dies aber nur für Vertreter der Gattung Myxococcus .

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