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Geomikrobiologische Untersuchungen. XII. Verhalten von Mikroorganismen auf uranhaltigen Gesteinen
Author(s) -
Ebner H. G.,
Schwartz W.
Publication year - 1974
Publication title -
zeitschrift für allgemeine mikrobiologie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.58
H-Index - 54
eISSN - 1521-4028
pISSN - 0044-2208
DOI - 10.1002/jobm.19740140203
Subject(s) - chemistry
Uranhaltige Gesteine führen an ihrer Oberfläche Verwitterungs‐Biozönosen von Pilzen und Bakterien, wie sie auch bei anderen Gesteinen vorhanden sind. Pilze und heterotrophe Bakterien lösen geringe Mengen von Uran. Ihr Keimgehalt je g Gestein nimmt ab, wenn das Verwitterungswasser mehr als 200 mg Uran pro Liter enthält. Wesentlich höher kann die Urantoleranz bei Stämmen von Thiobacillus ferrooxidans und besonders von Th. thiooxidans sein. Die bis jetzt nach Adaptation erreichten Höchstwerte liegen für Th. thiooxidans bei 12,5 g U/l, für Th. ferrooxidans bei 1 g U/l als (UO 2 )SO 4 . Sind Kupfersulfat und Uranylsulfat in der Lösung vorhanden, so wirken beide Schwermetalle unabhängig voneinander. Die maximalen für jedes Schwermetall getrennt ermittelten Toleranzwerte bleiben unverändert; eine kombinierte Giftwirkung läßt sich nicht nachweisen.