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Cytologische Beobachtungen an Labyrinthula coenocystis SCHMOLLER bei verschiedenen Kulturbedingungen
Author(s) -
Babtsch G.,
Bartsch G.
Publication year - 1971
Publication title -
zeitschrift für allgemeine mikrobiologie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.58
H-Index - 54
eISSN - 1521-4028
pISSN - 0044-2208
DOI - 10.1002/jobm.19710110202
Subject(s) - chemistry , microbiology and biotechnology , biology
1 Ein aus Zostera marina isolierter Stamm von Labyrinthula coenocystis entwickelte sich unter verschiedenen Kulturbedingungen stets in der typischen Form netzartiger Zellverbände. Bei relativ trockener Agaroberfläche erfolgte die Entwicklung bevorzugt innerhalb des Agars. Nach Zugabe von Ölsäure bzw. löslicher Stärke zum Medium oder bei Verwendung von Leinöl anstelle einer Futtermikroben‐Suspension entstanden an Verzweigungsstellen der Schleimbahnen auf der Agaroberfläche kolonieartige Zellaggregationen. 2 Die Zellen sind spindelförmig und 10–15 μ lang. In älteren Kulturen oder bei Eintritt ungünstiger Bedingungen stellen sie ihre Bewegung ein und haben dann wie die „Kolonie” Zellen abgerundete Spindelpole. 3 Elektronenmikroskopisch unterscheiden sich die Labyrinthula ‐Zellen. von anderen Protisten‐Zellen durch ein spärliches endoplasmatisches Reticulum, geringe Zahl der Tubuli pro Mitochondrium, besonders aber durch zahlreiche Lipidtropfen. Eine Differenzierung von Ekto‐ und Endoplasma erfolgt nicht. Desgleichen fehlen protoplasmatische Fibrillen innerhalb des Cytoplasmas. Hinsichtlich ihrer Feinstruktur unterscheiden sich die Labyrinthula ‐Zellen junger Verbände und der „Kolonien” nur unwesentlich. 4 Unter allen geprüften Kulturbedingungen sind die Zellen von der Schleimbahn umgeben, so daß sie sich stets innerhalb derselben vorwärts bewegen müssen. Auch nach Einstellung der Fortbewegung sowie in den „Kolonien” liegen die Zellen einzeln innerhalb der Schleimbahn. 5 Die Begrenzung zur Schleimbahn bildet eine dünne Zellmembran. Besondere Organelle, die der Fortbewegung dienen könnten, ließen sich nicht nachweisen. In allen Altersstadien besitzt die Zellmembran jedoch als „bothrosomes” bezeichnete Einstülpungen, deren Struktur und Funktion diskutiert werden. 6 Trotz zahlreicher Versuche gelang es nicht, die Bildung spezieller Dauer‐. Entwicklungs‐ oder Propagationsstadien zu induzieren. Es bleibt jedoch offen, ob solche Stadien überhaupt fehlen oder infolge der mehrjährigen Kultur nicht mehr ausgebildet werden.

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