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On methane‐oxidizing bacteria in fresh waters III. The capacity of methane utilization by methane‐oxidizing enrichment cultures as revealed by gas chromatographic analyses
Author(s) -
Naguib M.
Publication year - 1971
Publication title -
zeitschrift für allgemeine mikrobiologie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.58
H-Index - 54
eISSN - 1521-4028
pISSN - 0044-2208
DOI - 10.1002/jobm.19710110106
Subject(s) - chemistry , methane , political science , organic chemistry
Die Wachstumsintensität von Methan‐Anreicherungskulturen ist nicht immer mit der Methanaufnahme korreliert. In extremen Fällen ist in initialen Kulturen ein Wachstum ohne Methanaufnahme festzustellen. Daher muß die Methanaufnahme neben dem Wachstum gemessen werden. Wachstum unter Methan kann nicht als einziges Kriterium für eine Methanverwertung angesehen werden, wie bislang häufig angenommen wurde. Initiale Anreicherungskulturen konnten fast immer aus den belüfteten Wasserschichten und nur gelegentlich aus den Sauerstoff‐freien Zonen (Hypolimnion und Sedimente) des untersuchten Plußsees gewonnen werden. Es werden 2 Typen von Methan‐Anreicherungskulturen nach ihrem weiteren Verhalten gegenüber Methan unterschieden: a) Anreicherungen, die ihre Fähigkeit Methan zu verwerten, in weiteren Passagen verlieren. Zugabe von Pflanzenextrakt, Kaltwasserextrakt aus Agar sowie konzentriertes Seewasser können den Gasumsatz steigern. b) Anreicherungen, die ihre Aktivität gegenüber Methan, ohne besondere Zusätze zum Medium, seit Jahren behalten haben.Methan wird von der Zelle assimiliert, ein Teil wird als CO 2 ausgeschieden. Dieser Befund geht aus den Gasumsatzmessungen hervor, die ein CH 4 :O 2 ‐Verhältnis von 1:0,4—1,2 zeigen.