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Synthesen von 2,4‐substituierten Homo‐C‐pyrimidin‐nucleosiden
Author(s) -
Renz Hans,
Schlimme Eckhard
Publication year - 1986
Publication title -
liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0170-2041
DOI - 10.1002/jlac.198619860601
Subject(s) - chemistry , stereochemistry , medicinal chemistry
Die Synthese von 6‐( D ‐Ribofuranosylmethyl)‐4‐pyrimidinamin ( 3 ) gelang auf zwei Wegen. – I ) 2,4‐Dichlor‐6‐(chlormethyl)pyrimidin ( 4 ) wurde in das Phosphoran 5 übergeführt, das durch Wittig‐Reaktion mit 2,3‐ O ‐Isopropyliden‐5‐ O ‐tritylribose ( 6 ) zum Homo‐C‐nucleosid 9 umgesetzt wurde. 9 lieferte nach Monoaminierung, hydrogenolytischem Austausch der Halogensubstituenten und Abspaltung der Schutzgruppen 3 und dessen 2‐Amino‐Isomeres 12 . – II) Der 3‐Oxo‐4‐(D‐ribofuranosyl)buttersäureester 14 wurde mit Thioharnstoff zum Homo‐C‐nucleosid 15 cyclokondensiert, das nach reduktiver Entschwefelung und Abspaltung der Schutzgruppen in 16 übergeführt und nach Acetylierung zu 17 chloriert wurde. Das 4‐Chlorderivat 17 läßt sich im Gegensatz zum 2,4‐Dichlorderivat 9 nicht drucklos sondern nur mit Ammoniak im Einschlußrohr zum β‐konfigurierten 3 aminieren. Eine radioaktive Markierung von 3 gelang durch Cyclokondensation von 14 mit [ 14 C]Thioharnstoff.