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Struktur der 1:1‐Addukte von Arylisocyaniden an 4‐Benzoyl‐5‐phenylfuran‐2,3‐dion und ihrer Produkte mit Nucleophilen. ‐ Neuartige Umlagerungen 5,5‐disubstituierter 4‐Methylenfuran‐2,3‐dione
Author(s) -
Kollenz Gert,
Ott Walter,
Ziegler Erich,
Peters EvaMaria,
Peters Karl,
von Schnering Hans Georg,
Formáček Viktor,
Quast Helmut
Publication year - 1984
Publication title -
liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0170-2041
DOI - 10.1002/jlac.198419840611
Subject(s) - chemistry , furan , stereochemistry , medicinal chemistry , organic chemistry
Die Strukturen bereits früher beschriebener 1:1‐Addukte aus dem Furan‐2,3‐dion 8 und Arylisocyaniden 2 sowie ihrer Produkte mit Nucleophilen werden mit Hilfe von Röntgenstrukturbestimmungen, 13 C‐NMR‐ und Massenspektren berichtigt. Demgemäß kommt den 1:1‐Addukten aus 8 und 2 die Furo[2,3‐ d ]furan‐2,3‐dion‐Struktur 14 zu. Die Furo[2,3‐ d ]furan‐2,3‐dione 14a, b reagieren mit Alkoholen, Phenol oder Carbonsäuren unter Öffnung der O‐6‐C‐ 6a ‐Bindung zu den Furan‐2,3‐dionen 16‐21 . Das Phenolprodukt 19b (C 31 H 23 NO 5 ) kristallisiert monoklin in der Raumgruppe C 2/ c mit acht Molekülen in der Elementarzelle. Bei der N ‐Acetylierung der Butanolprodukte 18 tritt eine Gerüstumlagerung via acyclische Zwischenstufen zu den Furan‐2,3‐dionen 22 ein. Die intermediäre Butoxyverbindung 22b wird in Methanol zur Methoxyverbindung 23b solvolysiert. Sowohl Hydrolyse der umgelagerten Acetylierungsprodukte 22a,b und des nicht umgelagerten Essigsäureprodukts 20b als auch Versuche zur N ‐Acetylierung der Alkoholprodukte 16a,17a , des Phenolprodukts 19a und der Carbonsäureprodukte 20a,21a liefern unter Decarboxylierung die stabilen Pyrrol‐2,5‐dione 26a bzw. b . Das Pyrroldion 26b (C 26 H 21 NO 4 ) kristallisiert monoklin in der Raumgruppe P 2 1 / a mit vier Molekülen in der Elementarzelle. Die Furo[2,3‐ b ]furan‐2,3‐dione 14 reagieren mit 2‐ und 4‐Nitroanilin unter Öffnung der O‐6‐C‐6a‐Bindung und anschließender Furandion‐Furandion‐Umlagerung zu 28a,b bzw. 28c,d . Das Furan‐2,3‐dion 28b (C 31 H 23 N 3 O 6 ) kristallisiert triklin in der Raumgruppe P 1 mit zwei Molekülen in der Elementarzelle. Im Gegensatz zu Hydroxyverbindungen und Nitroanilinen greifen Anilin und Wasser an der Lactongruppe von 14a,b an, wobei letztlich die Pyrrolderivate 31a,b bzw. die Furanderivate 32a,b entstehen. Die Mechanismen der verschiedenen Umlagerungen und das Prinzip der Furandion‐Furandion‐Isomerisierung werden diskutiert.

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