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(Aminoethinyl)metallierungen, 13. Synthese und Reaktionen von 3‐Aminopropiolamidinen
Author(s) -
Himbert Gerhard,
Schwickerath Willi
Publication year - 1984
Publication title -
liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0170-2041
DOI - 10.1002/jlac.198419840110
Subject(s) - chemistry , amidine , medicinal chemistry
Die Lithium(aminoacetylide) 1 reagieren mit den Carbodiimiden 2 zu den Lithiumpropiolamidinaten 3 , deren Hydrolyse die 3‐Aminopropiolamidine 4 liefert. Mit Methyliodid entstehen aus 3 die persubstituierten Inamincarboxamidine 5 . Die Amidine 4 reagieren bei geringer Aktivierung der Dreifachbindung [NR 1 R 2 = N(Me)Ph oder NPh 2 ] mit Sulfen oder mit Diphenylketen ausschließlich an der NH‐Gruppe unter Sulfonamid‐ bzw. Carboxamidbildung (s. 6 und 7 ). Das reaktivere (Diethylaminoacetylen)carboxamidin 4h addiert bei der Umsetzung mit Diphenylketen zusätzlich ein Ketenmolekül an der Dreifachbindung zum Cyclobutenonderivat 8 . Der Propiolamidinvertreter 4b mit Diphenylaminogruppe an der Dreifachbindung reagiert mit konz. Salzsäure unter Bildung des Amidiniumsalzes 9 , und unter Addition von Chlorwasserstoff an die Dreifachbindung zu 10 , Mit Tosylazid erhält man nach der Triazolbildung 11 in zwei aufeinanderfolgenden 1,5‐Cyclisierungen die 4‐Amidino‐1,2,3‐triazole 12 . Die 3‐Aminopropiolamidine 4 mit mindestens einer Arylgruppe im Amidinteil cyclisieren im Kontakt mit Silicagel zu den 2,4‐Diaminochinolinen 17 . Die gleichen oder analog substituierten Chinoline 17 erhält man auch durch Umsetzung der einfachen Inamine 15 (Wasserstoff, Methyl‐ oder Phenylgruppen in β‐Position) mit den entsprechenden Carbodiimiden 2 . 2‐Anilino‐4‐diethylamino‐3‐methylchinolin ( 17e ) wird in saurem Medium zum 4‐Chinolonderivat 19 hydrolysiert.