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Synthesen mit Isoxazolinen, 6. Asymmetrische Induktion bei der Reduktion von 2‐Isoxazolinen zu γ‐Aminoalkoholen mit zwei und drei benachbarten Stereozentren 2,3)
Author(s) -
Jäger Volker,
Buß Volker,
Schwab Wilfried
Publication year - 1980
Publication title -
liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0170-2041
DOI - 10.1002/jlac.198019800110
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , stereochemistry
Die substituierten 3‐Aminopropanole 3 und 5 mit zwei oder drei benachbarten Chiralitätszentren werden regio‐ und stereoselektiv aus Alkenen und Nitriloxiden durch LiAlH 4 ‐Reduktion der Isoxazolin‐Zwischenprodukte 2 bzw. 4 erhalten. 4‐Alkylgruppen bewirken bei der Reduktion zu β‐ 3 ca. 40‐ bis 70proz. Stereoselektivität, bei cis ‐4,5‐Disubstitution wird ein überschuß von 80–90%, bei trans ‐Stellung ( 4b ) ein solcher von ca. 45% an β‐ 5 erhalten. Die 1,3‐asymmetrische Induktion übertrifft dabei die 1,2‐Induktion, was mit Li…O‐Komplexierung beim Hydrid‐Additionsschritt gedeutet wird. Bei der LiAlH 4 ‐Reduktion der 4,5‐Dimethylisoxazoline 4a und 4b wird näherungsweise Additivität der Substituenteneffekte (ΔΔG ‡ ‐Werte) festgestellt. – Die Zusammensetzung der Gemische sowie die relativen Konfigurationen und Konformationen der diastereomeren Aminoalkohole werden durch 1 H‐ und 13 C‐NMR‐Messungen bestimmt. Ergebnisse an cyclischen Derivaten, den Oxazinen 6 ‐ 8 , bekräftigen, daß 3 und 5 wasserstoffüberbrückte, sesselähnliche Sechsring‐Konformationen einnehmen.