z-logo
Premium
Synthese und Reaktivität von 1,5‐Dihydro‐5‐thiaflavinen
Author(s) -
Fenner Helmut,
Grauert Rolf W.,
Hemmerich Peter
Publication year - 1978
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.197819780202
Subject(s) - chemistry , benzothiazine , medicinal chemistry
10‐Alkylpyrimido[5,4‐ b ][1,4]benzothiazine 1b (5‐Thiaflavine) entstehen durch saure Cyclisierung von Arylpyrimidylsulfiden 13 , welche aus 2‐(Alkylamino)thiophenolen und 5‐Chlorpyrimidinen erhalten werden. Durch Vergleich ihrer IR‐, Elektronen‐, 1 H‐NMR‐ und ESR‐Spektren mit denen analoger Dihydroflavine und Dihydrodesazaflavine wird die Struktur der 5‐Thiaflavine 1b charakterisiert. Deprotonierung an N‐1 und Protonierung an C‐4a werden UV‐ und 1 H‐NMR‐spektroskopisch belegt. Aus den ESR‐Spektren der Thiaflavin‐kationen ergibt sich eine Spinlokalisation im Thiazinkern. Bei der Alkylierung in Kaliumcarbonat/Dimethylformamid erfolgt Substitution in den Positionen 1–4 sowie Alkylierung an S‐5 zu den “S‐Yliden” 20. Bei der Alkylierung in N ‐Ethyldiisopropylamin/Chloroform ist die Ylidbildung die ausschließliche Reaktion. Aus der Position S‐5 wandert der Benzylrest schon unter milden Bedingungen in die Position C‐4a und an den Sauerstoff an C‐4. Die thermische Umlagerung des 10‐Benzylthiaflavins 14f liefert quantitativ die an C‐4a substituierte Verbindung. Die spektroskopischen Daten der Thiaflavine und der Dihydroflavine sowie deren Alkylderivate zeigen, daß diese Systeme nicht nur formal isoelektronisch sondern auch isochrom sind.

This content is not available in your region!

Continue researching here.

Having issues? You can contact us here