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Topographie der Cyclodextrin‐Einschlußverbindungen, IX 1) Lineare Polyjodidketten in kanalförmiger Cyclodextrinmatrix; Kristallographische Daten und Vergleiche mit dem blauen Stärke‐Polyjodid‐Komplex
Author(s) -
Cramer Friedrich,
Bergmann Uta,
Manor Philip C.,
Noltemey Mathias,
Saenger Wolfram
Publication year - 1976
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.197619760702
Subject(s) - chemistry , cyclodextrin , biochemistry
Das helikale Stärkemolekül wird durch Amylase aus Bacillus macerans so abgebaut, daß Cyclodextrine mit vorzugsweise 6 oder 7 mol Glucose entstehen (α‐ und β‐CD). Aufgrund ihrer besonderen Struktur bilden diese Cyclodextrine mit verschiedenen Molekülen Einschlußverbindungen. Die Komplexe mit Polyjodid kristallisieren in Form von „endlosen”, geldrollenähnlichen Stapeln, in deren zentralem Hohlraum lineares Polyjodid eingelagert ist; diese tief gefärbten Strukturen können als Modelle für den blauen Stärke‐Polyjodid‐Komplex angesehen werden. Je nach Gegenion kristallisieren die α‐Cyclodextrin‐Polyjodid‐Addukte in fünf verschiedenen Raumgruppen, die zu vier verschiedenen Gittertypen gehören, während mit β‐Cyclodextrin zwei Raumgruppen desselben Gittertyps existieren. Die Jodketten sind aus J 3 ‐ und J 2 oder aus (J 2 …J …J 2 )‐ n ‐Einheiten aufgebaut. Es ist zu schließen, daß im Stärke‐Polyjodid‐Addukt die Struktur J 3 ‐ und J 2 vorliegt und daß die Stärke‐Jod‐Wechselwirkungen vor allem durch Wasserstoffatome, nicht durch die Sauerstoffatome am C‐4 bewirkt werden.

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