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Ligandstruktur und Komplexierung, VI. Übergangsmetallkomplexe neuer Kronenätheramine und ‐sulfide
Justus Liebigs Annalen Der ChemiePeer ReviewedWeber Edwin +11976Journals
Neue cyclische Neutralliganden mit verschiedener Ringgliederzahl und neuartigen Heteroatomsequenzen werden dargestellt, deren Donatorzentren im wesentlichen Stickstoff‐ und Schwefelatome sind. Charakteristische Merkmale sind die eingebauten, 2,6‐verbrückten Pyridin‐ und Pyridin‐ N ‐oxidringe sowie die 2,5‐verbrückten Thiophenkerne. Einige Cyclen enthalten Sulfoxid‐ und/oder Disulfidfunktionen in der aliphatischen Brücke. Die Synthese der freien Liganden erfolgt in der Regel unter Verdünnungsbedingungen ohne Ausnutzung des Koordinations‐Templateffekts. Bei der versuchten Synthese des Ringsystems 4 entstehen unter Ringverengung die Cyclen 2 und 3 nebeneinander. Das Trisulfoxid 9 ist im Gegensatz zu allen übrigen freien Liganden wasserlöslich. ‐ Die Abhängigkeit des Komplexierungsvermögens der verschiedenen Cyclen von ihren variierten Strukturmerkmalen wird diskutiert. Durch den Einbau raumblockierender Substituenten in das Ringgerüst des Liganden erhält man Hinweise auf die Anordnung von Metallionen in den Komplexen. Zahlreiche Komplexe dieser Ligandsysteme mit Übergangsmetallionen wie Co 2+ , Ni 2+ , Fe 2+ , Ag + , Zn 2+ , Cd 2+ , Hg 2+ , Pd 2+ , Pt 4+ , Au 3+ , Cu 2+ werden in kristalliner Form isoliert und charakterisiert. 2 liefert mit Co(SCN) 2 zunächst einen grünen H 2 O‐haltigen Komplex, der beim Stehen unter Stickstoff in einen stabilen braunvioletten übergeht.

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