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Kinetische Wasserstoffisotopeneffekte bei den Eliminierungsreaktionen an substituierten 2,2‐Diphenyläthyl‐benzolsulfonaten unter Einwirkung von Methoxid 1)
Author(s) -
Ghanbarpour Alireza,
Willi Alfred V.
Publication year - 1975
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.197519750708
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
An den Eliminierungsreaktionen von substituierten 2,2‐Diphenyläthyl‐benzolsulfonaten (Tabelle 1) unter der Einwirkung von Natriummethoxid in 2‐methoxyäthanol werden bei je 3 verschiedenen Temperature die primären β‐Tritium‐ (und β‐Deuterium‐) Isotopeneffekte bestimmt. Für die Reaktionen der Verbindungen mit p ‐MeO, H, p ‐Cl und m ‐NO 2 am Benzolsulfonatring sowie für 2‐Phenyl‐2‐( p ‐tolyl)äthyl‐benzolsulfonat sind die Werte für k H / k T sehr nahe beieinander (11‐12 bei 50°C); im Fall von 2,2‐Di(p‐tolyl)äthyl‐benzolsulfonat ist k H / k T bei den beiden tieferen Temperaturen deutlich höher (13.1 bei 50°C). A H / A T [oder A H / A D ; Gleichung (3)] liegt in den meisten Fällen nahe bei 1, jedoch für die Reaktion der zuletztgenannten Verbindung bei 0.1. Der sekundäre α‐Deuterium‐Isotopeneffekt beträgt im Fall von 2‐Phenyl‐2‐( p ‐tolyl)äthyl‐benzolsulfonat k 2H / k 2D =1.05. In den Übergangszuständen dieser Reaktionen ist das Wasserstoffion bereits mehr als zur Hälfte übertragen; die C α –O‐Bindung ist dagegen nur wenig gelöst. Zwei p ‐Me‐Gruppen an der 2,2‐Diphenyläthyleinheit bewirken einen etwas erhöhten Alkencharakter und damit etwas weniger H + ‐Übertragung im Übergangszustand.