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Simulierung von Azidoniumzwischenstufen unter Zuhilfenahme von N ‐Aminoheterocyclen.
Author(s) -
Keschmann Ernst,
Zbiral Erich
Publication year - 1973
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.197319730905
Subject(s) - chemistry
Bei der Diazotierung der (Aziridin‐1‐ylamino)triphenylphosphoniumfluoride 1b, 2b und 3b mit Äthylnitrit entstehen nicht analog zu den entsprechenden Bromiden vicinale Fluorazidoverbindungen, sondern die zur Darstellung der Salze eingesetzten Olefine und N 2 O. Aus den (Aziridin‐1‐ylamino)triphenylphosphoniumacetaten 1c, 2c und 3c resultieren bei der Diazotierung außerdem die Azidoalkylacetate 7a, 7b, 8 und 10a sowie die Vinylazidoverbindungen 9a, 9b und 10b . Die Reaktion der zu den Aziridinylaminophosphoniumsalzen homologen, aus 1‐Amino‐3‐phenylazetidin und 1‐Aminopyrrolidin gewonnenen Phosphoniumbromide 11 und 13 liefert 12 bzw. – über die Zwischenstufe eines cyclischen Tetramethylenazidoniumions F hinweg – die Azidoverbindung 14 . Die Analogize zu den von Olah und Mitarbeitern 2) beschriebenen stabilen cyclischen Tetramethylenhaloniumionen einerseits und den instabilen cyclischen Trimethylenhaloniumionen andererseits sind bemerkenswert. – Das aus N ‐Aminocarbazol hergestellte Phosphoniumbromid 16a liefert unter Diazotierungsbedingungen mit C 2 H 5 ONO kein Produkt mit einer Azidofunktion, sondern unter Freisetzung von N 2 3‐Bromcarbazol ( 17 ). Unter vergleichbaren Bedingungen bildet das (Pyrrol‐1‐ylamino)triphenyl‐phosphoniumbromid ( 15a ) zwei symmetrisch substituierte, nicht isolierbare Dibrompyrrole.