Premium
Phospholipase A (EC 3.1.1.4) aus Bienengift, II. Mindestens zwei Phospholipasen A im Bienengift
Author(s) -
Jentsch Joachim,
Dielenberg Dieter
Publication year - 1972
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.19727570120
Subject(s) - chemistry , microbiology and biotechnology , phospholipase , stereochemistry , biochemistry , enzyme , biology
Durch wiederholte Kationen‐Austauschchromatographie von Bienengift mit anschließender Gelfiltration wird gereinigte Phospholipase A (EC 3.1.1.4) frei von Hyaluronidase und biologisch aktiven Peptiden erhalten. Sie erweist sich bei isoelektrischer Fokusierung als einheitlich und stark basisch (IP=10.0). Das Molekulargewicht beträgt nur 10900; die früher gefundenen höheren Werte lassen sich nicht bestätigen. N‐Terminal liegt nur Isoleucin vor. Durch quantitative Aminosäureanalyse werden 100–102 Aminosäuren erhalten, davon 9 Lys und 4–5 Arg (Tab. 1). In guter Übereinstimmung damit stehen 15–18 Spaltstellen, wie durch tryptische Hydrolyse des mit Perameisensäure oxydierten Enzyms gezeigt wird. Im Lecithinase‐Test ist die Phospholipase aus Bienengift 30mal aktiver als Phospholipase A aus Crotalus ‐Gift. – Auf Grund der Diskelektrophorese (Anfärbung mit Amidoschwarz) besteht die Phospholipase A aus drei Komponenten im Verhältnis 65 : 30 : 5. Die beiden Hauptkomponenten, Phospholipase A 1 und A 2, sind enzymatisch aktiv. – Native Phospholipase wird von Trypsin angegriffen, wobei zwei kleine basische Bruchstücke und Rest‐Phospholipase A entstehen. Im Gegensatz zur Pankreas‐Phospholipase A liegt das Bienengift‐Enzym nicht als inaktives Zymogen vor.