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Synthese und Konstitution der 1.2.6.2′.3′.4′.6′‐Hepta‐ O ‐benzoyl‐β‐maltose
Author(s) -
Thiel Inge M. E.,
Deferrari Jorge O.,
Cadenas Raúl A.
Publication year - 1969
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.19697230120
Subject(s) - chemistry , maltose , medicinal chemistry , disaccharide , stereochemistry , organic chemistry , sucrose
Bei Reaktionsbedingungen, die allgemein zu Octabenzoaten der Disaccharide führen, wird durch Benzoylierung der Maltose ein Gemisch aus Octa‐ O ‐benzoyl‐β‐maltose (46%) und 1.2.6.2′.3′.4′.6′‐Hepta‐ O ‐benzoyl‐β‐maltose ( 1 ; 54%) erhalten, welches durch Säulenchromatographie an neutralem Aluminiumoxid getrennt wird. Durch Benzoylierung von 1 wird Octa‐ O ‐benzoyl‐β‐maltose erhalten. – Mit Diazomethan + Bortrifluorid‐ätherat und durch nachfolgende Entbezoylierung + Hydrolyse wird 3‐ O ‐Methyl‐ D ‐glucose aus 1 erhalten. Die Umsetzung von 1 mit Methyljodid + Bariumoxid führt durch Wanderung einer Benzoylgruppe an C‐3 zum Methyl‐hepta‐ O ‐benzoyl‐β‐maltosid (2) . – Die Umsetzung von Octa‐ O ‐benzoyl‐disacchariden mit methanolischem Ammoniak führt zu 1.1‐Bis‐benzamido‐1‐desoxy‐alditolen. Bei der gleichartigen Umsetzung von 1 werden nur Maltose und 6‐ O ‐Benzoyl‐maltose (40%), aber keine N‐haltigen Derivate erhalten. – Die hohe Ausbeute an 1 bei der Benzoylierung der Maltose wird durch eine Wasserstoffbrücke im freien Zucker zwischen den Hydroxylgruppen an C‐3 und C‐2′ verständlich, die durch sterische Wechselwirkungen der beiden α‐glykosidisch gebundenen Monosaccharid‐Teile begünstigt ist.