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Modelluntersuchungen zur Funktion der Tetrahydropterine als Cofaktoren biologischer Hydroxylierungen
Author(s) -
Wahlefeld AugustWilhelm,
Jaenicke Lothar,
Hein Günter
Publication year - 1968
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.19687150107
Subject(s) - chemistry , pterin , medicinal chemistry , enzyme , organic chemistry , cofactor
2‐Amino‐4‐hydroxy‐6.8‐dimethyl‐7.8‐dihydro‐pterin (2) und ‐5.6.7.8‐tetrahydro‐pterin (1) werden synthetisiert und ihre Eigenschaften als Redoxsystem sowie als Metallkomplexbildner untersucht. – Das Tetrahydropterin 1 wird reversibel über ein Trihydropterin‐Radikal 5 bzw. dessen N.N ′‐Dimeres zum 7.8‐Dihydro‐pterin 2 oxydiert, wie durch Aufnahme der potentiometrischen Oxydoreduktionskurven, der polarographischen Halbstufenpotentiale und der UV‐Spektren nachgewiesen wird. Entsprechend ist die Metall‐Affinität der Hydrierungsstufen bestimmt worden Es bilden sich aus 1 mit zweiwertigen Übergangsmetallen (Cu 2 ⊕ ) und aus 2 mit einwertigen Übergansgsmetallen (Cu ⊕ ) die gleichen chargetransfer‐Komplexe, in denen das Pterin in der radikalischen Trihydropterin‐Zwischenstufe stabilisiert ist. – Auf Grund dieser Modelluntersuchungen wird die enzymatische Hydroxylierung aromatischer Ringe als ein Kreisvorgang gedeutet, bei dem 1 das essentielle Metall reduziert, das dann seinerseits mit Sauerstoff über das Peroxid‐Anion das hydroxylierende Hydroxyl‐Radikal oder das Hydroxyl‐Anion bildet.