z-logo
Premium
Über natürliche Gerbstoffe, XXXIV. Brevilagin 1
Author(s) -
Schmidt Otto Th.,
Schanz Rudi,
Eckert Rudolf,
Wurmb Rolf
Publication year - 1967
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.19677060115
Subject(s) - chemistry , microbiology and biotechnology , stereochemistry , biology
Die Konstitution des Brevilagins 1 zeigt Formel 20 . An β‐ D ‐Glucose sind in 1.3‐ und 4.6‐Stellung, jeweils beidarmig, 2 Molekeln eines neuartigen Gerbstoffbausteins gebunden. Dieser, die „Dehydro‐hexahydroxy‐diphensäure” ( 12 ), ist offensichtlich ein Dehydrierungsprodukt der Hexahydroxy‐diphensäure. — Wird Brevilagin 1 permethyliert und dann hydrolysiert, so entsteht 2‐Methyl‐glucose. — Brevilagin 1 reagiert leicht mit o ‐Phenylendiamin zum „Brevilagin 1‐phenazin‐dreierstück” 19 . Aus diesem wird durch partielle Hydrolyse der Phenazinbaustein in 1.3‐Stellung bevorzugt abgespalten und als Dilacton 5 isoliert. Das verbliebene „Brevilagin 1‐phenazin‐zweierstück” 14 läßt sich weiter spalten zu einer 2. Molekel des Phenazin‐dilactons 5 und Glucose. Es läßt sich auch glucosidieren (Verbindung 15 ) und zu 16 methylieren, dessen kristalline β‐Form 1 Mol Natriumperjodat verbraucht. Daraus und aus der Isolierung des 2.3‐Dimethyl‐β‐methylglucosids ( 18 ), das nach der Permethylierung von 16 zu 17 und anschließender Hydrolyse gewonnen wurde, folgt die Konstitution von 16 und damit auch die des Brevilagins 1 selbst. — Wenn 14 und 19 methyliert und dann hydrolysiert werden, erhält man die Tetramethoxyphenazin‐dicarbonsäure 10 bzw. deren Dimethylester 11 als optisch aktive Verbindung. Sie verdankt ihre (atropisomere) Aktivität sehr‐wahrscheinlich einer bestimmten Konformation der an die Glucose gebundenen und an sich nicht notwendigerweise chiralen Verbindung 12 .

This content is not available in your region!

Continue researching here.

Having issues? You can contact us here