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Borverbindungen, VIII Pyrolyse von Alkyl‐ und Cycloalkylboranen
Justus Liebigs Annalen Der ChemiePeer ReviewedKöster Roland +21965Journals
Beim Erhitzen von Trialkylboranen auf 200° und höher erhält man je nach Art und Länge der Alkylreste organische Borverbindungen verschiedener Struktur. Die Dehydroborierung (Bildung von B–H‐Verbindungen) ist der eigentlichen pyrolytischen Umwandlung vorgelagert. Die Zusammensetzung der entstehenden Alken‐Gemische wird erläutert. Trialkylborane mit kleinen Alkylresten liefern infolge C–C‐Spaltung im wesentlichen Methylborane. Aus Alkylboranen mit mittleren und langen Alkylgruppen erhält man unter Alken‐ und Wasserstoff‐abspaltung monocyclische sowie bicyclische Borverbindungen. Cycloalkylborane wandeln sich in Bor‐Heterocyclen mit endo ‐Bor‐Atomen um. Präparativ ist die Pyrolyse zur Darstellung bestimmter Bor‐Heterocyclen gut geeignet. – Bei fortschreitender Pyrolyse äthylierter Diborane konnten als Reaktionsprodukte auch Organocarborane nachgewiesen werden.

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