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Untersuchungen über Einkohlenstoffkörper, IV Der Mechanismus von Formylierung und Transformylierung
Author(s) -
Brode Egon,
Jaenicke Lothar
Publication year - 1961
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.19616470122
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Tetrahydrofolatformylase kann durch hohe Arsenat‐Konzentrationen gehemmt, durch niedrige scheinbar stimuliert werden. Die Arsenolyse ihres Endproduktes, N (10)‐Formyl‐tetrahydrofolsäure, der Einfluß von Arsenat auf den Formiat‐Austausch sowie die Isolierung von N (5)‐Formyl‐tetrahydrofolsäure aus arsenathaltigen Ansätzen werden durch einen gemeinsamen Mechanismus gedeutet, in dessen Zentrum ein gleichzeitig formyliertes und phosphoryliertes Zwischenprodukt steht. Dies kann zu einem „Isonitrilium”‐Ion polarisiert werden, das als elektrophil aktivierte Wirkform des Cofaktors zur Einkohlenstoffkörper‐übertragung befähigt ist. In Abwesenheit von Formylacceptoren bildet sich durch intramolekulare Transformylierung und Hydrolyse des intermediären cyclischen Amidiniumsalzes N (10)‐Formyl‐tetrahydrofolsäure. In dieser schon energiereichen, aber noch stabilen Form werden Einkohlenstoff‐Einheiten gespeichert. Sie können ohne weiteren Verbrauch von ATP‐Energie wieder in reaktionsfähige Verbindungen zurückverwandelt werden.