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Zur Kenntnis der Cyanhydrin‐Synthese
Author(s) -
Hustedt HansHeiner,
Pfeil Emanuel
Publication year - 1961
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.19616400105
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Die Cyanhydrinsynthese verläuft im schwach sauren Medium proportional den Konzentrationen an Cyanid‐Ionen und Carbonylverbindung. Die Kationen der zugesetzten Base oder Neutralsalze haben keinen merklichen Einfluß auf die Reaktion. In stark polaren Lösungsmitteln ist die Umsetzungsgeschwindigkeit erhöht, Protonen sind zur Umsetzung notwendig. — Die durch Chinaalkaloide katalysierte, asymmetrische Cyanhydrinsynthese wird durch protonenaktive Lösungsmittel gehemmt. Optisch aktive Ammoniumhydroxyde vom Typus [R 1 R 2 R 3 R 4 N] ⊕ OH ⊖ erzeugen keine optisch aktiven Reaktionsprodukte. — Es wird angenommen, daß sich in der ersten Stufe der Reaktion ein Komplex aus Carbonylverbindung und protonenaktivem Lösungsmittel bzw. dem Kation der zugesetzten Lauge bildet. Dieser reagiert mit CN ⊖ bis zu einem Gleichgewicht. Durch Analgerung eines Protons wird dieses zur Seite des Cyanhydrins hin verschoben. — Die asymmetrische Reaktion unterscheidet sich nicht grundsätzlich von der symmetrischen; in ihr wird lediglich durch Einbau eines asymmetrischen Kations ein optisch aktives Zwischenprodukt gebildet.