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Darstellung und Umsetzungen von Mercaptomethyl‐und β‐Mercaptoäthyl‐ammoniumsalzen
Author(s) -
Böhme Horst,
Schlephack Werner
Publication year - 1960
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.19606300113
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Chlormethyl‐acetyl‐sulfid bildet mit Trimethylamin Trimethyl‐acetylmercaptomethyl‐ammoniumchlorid (I), mit Pyridin Acetylmercaptomethyl‐pyridinium‐chlorid (VI), die mit methanol. Perchlorsäure in die Perchlorate übergehen. Die Abspaltung des Acetylrestes gelingt durch säurekatalysierte Alkoholyse zu den säurebeständigen Mercaptomethyl‐ammoniumsalzen II, IIa und VII. Sie liefern mit Schwermetallen stabile Mercaptide und lassen sich zu Disulfiden oxydieren. — Die aus β‐Chloräthyl‐acetyl‐sulfid und tertiären Aminen entstehenden β‐Acetylmercaptoäthyl‐ammoniumsalze X und XI erlauben ähnliche Umwandlungen. Aus dem β‐Mercaptoäthyl‐ammoniumsalz XII wird mittels Anionenaustauschern das quartäre Ammoniumhydroxyd XII a dargestellt, das nur in wäßriger Lösung und bei Ausschluß von Luftsauerstoff beständig ist. — Die Disulfide Va, IX, XIV und XV liefern bei Spaltung der Disulfidbrücke mittels Broms in flüssigem Schwefeldioxyd Bromschwefelmethyl‐bzw. β‐Bromschwefeläthyl‐ammoniumsalze als tieffarbige, an Luft unbeständige und oberhalb 60° explodierende Sulfensäureabkömmlinge.