Premium
Über die im Belladonnin und Scopadonnin enthaltenen Isatropasäuren und deren Abbauprodukte
Author(s) -
Voigtländer HansWalter,
Graf Engelbert
Publication year - 1959
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.19596250126
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Die Struktur der in den dimeren Alkaloidpaaren α‐ und β‐Belladonnin und α‐und β‐Scopadonnin enthaltenen Isatropasäuren wird durch Überführung in Isatronsäure‐sulfon‐(2.2′) = 1‐Phenyl‐ trans ‐1.2‐dihydro‐naphthalin‐carbonsäure‐(1)‐sulfon‐(2.2′) sichergestellt. Die von R. F ittig 3) dieser Substanz zugeordnete Formulierung als „Atronylensulfosäure” wird damit korrigiert. Das Sulfon läßt sich zu 1‐Phenyl‐ trans ‐1.2‐dihydro‐naphthalin‐sulfon‐(2.2′) decarboxylieren, das zum gleichen 1‐Phenyl‐naphthalin‐sulfon‐(2.2y′) aromatisierbar ist wie sein synthetisches cis ‐Isomeres. Das gleiche 1‐Phenyl‐naphthalin‐sulfon‐(2.2′) entsteht auch auf dem Wege über Benzo‐naphtho‐thiophen sowie über Benzo‐naphthothiophendioxyd‐carbonsäure‐(9) aus deren äthylester, der bei der Destillation von Isatropasäure‐äthylester‐(4)‐chlorid‐(1) mit Thionylchlorid erhalten wird. Schließlich entsteht es noch direkt aus Isatropasäure mit konz. Schwefelsäure. — Verschiedene Ester der α‐ und β‐Isatropasäure werden beschrieben.