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Über die gemeinsame Einwirkung von elementarem Schwefel und gasförmigem Ammoniak auf Ketone III. Die Synthese Von Dihydro‐Metathiazinen‐Δ 3 Durch Einwirkung Von Gasförmigem Ammoniak Und Oxogruppen Enthaltenden Verbindungen Auf β‐Mercaptoketone
Author(s) -
Asinger Friedrich,
Thiel Max,
HÖringklee Walter
Publication year - 1957
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.19576100102
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Bei der Einwirkung von NH 3 und Oxoverbindungen auf β‐Mercaptoketone erhält man unter Wasserabspaltung mit guten Ausbeuten Dihydro‐metathiazine‐Δ 3 , eine Stoffklasse, die bisher in der Literatur noch nicht beschrieben worden ist. Zur Erklärung des Reaktionsmechanismus wird das intermediäre Auftreten einer geminalen Amino‐hydroxy‐Verbindung, entstanden aus Oxokomponente und Ammoniak, angenommen. — Die Herstellung der Dihydro‐metathiazine‐Δ 3 kann man wesentlich vereinfachen, wenn man auf α,β‐ungesättigte Ketone gleichzeitig H 2 S, NH 3 und Oxoverbindungen einwirken läßt, wobei als Intermediärprodukt das β‐Mercaptoketon auftritt. — Bei gleichzeitigem Einleiten von H 2 S und NH 3 in Aceton bildet sich neben Acetonin 2.2.4.6.6‐Penta‐methyl‐dihydro‐metathiazin‐Δ 3 . Der Ablauf dieser Reaktion wird erklärt. — In den Dihydro‐metathiazinen‐Δ 3 läßt sich die Oxokomponente durch Erhitzen mit einem Überschuß einer anderen geeigneten Oxoverbindung in Gegenwart von Oxalsäure‐hydrat zum größten Teil verdrängen.