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Zur photosensibilisierten Autoxydation der Steroide. Darstellung von Steroid‐Hydroperoxyden Mittels Phototoxischer Photosensibilisatoren
Author(s) -
Schenck Günther O.,
Gollnick Klaus,
Neumüller O. A.
Publication year - 1957
Publication title -
justus liebigs annalen der chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.825
H-Index - 155
eISSN - 1099-0690
pISSN - 0075-4617
DOI - 10.1002/jlac.19576030108
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
A. Windaus und J. Brunken entdeckten in der Bildung des Ergosterin‐peroxyds die photosensibilisierte Diensynthese mit O 2 in der Steroidreihe. Aufgrund des von uns aufgeklärten Chemismus solcher (z. B. durch Hämatoporphyrin photo‐sensibilisierter) Reaktionen mit O 2 und der daraus gezogenen reaktionskinetischen Konsequenzen wurde jetzt die photosensibilisierte Synthese von Hydroperoxyden aus isoliert‐ungesättigten Steroiden und O 2 verwirklicht und erstmals ein Cholesterin‐hydroperoxyd dargestellt. Die von Windaus und Brunken mitgeteilten negativen Befunde bei Cholesterin, Sitosterin usw. erklären sich daraus, daß damals die Wirkungsweise der Photosensibilisatoren noch nicht erkannt war und präparativ ausreichende Belichtungsapparate fehlten. – Cholesterin liefert in einer Ausbeute von 49% d. Th. das tertiäre 3β‐Hydroxy‐Δ 6 ‐cholesten‐5α‐hydroperoxyd, Δ 5 ‐Cholestenon‐(3) das cancerogene Δ 4 ‐Cholestenon‐(3)‐hydroperoxyd‐(6β) von L. F. Fieser. Analog entstehen Peroxyde aus Stigmasterin‐acetat, Sitosterin‐acetat, Pregnenolon usw. Es wird hingewiesen auf mögliche Beziehungen zwischen Lichtkrebsgenese und Wirkungsweisen phototoxischer oder cancerogener Photosensibilisatoren, die sich aus der sensibilisierten photochemischen oder auch radiations‐chemischen Synthese mutagener Peroxyde ergeben.