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Die Glykoside der Blätter von Digitalis canariensis L., var. isabelliana (W EBB ) L INDINGER
Author(s) -
Pavanaram S. K.,
Hofer P.,
Linde Horst,
Meyer Kuno
Publication year - 1963
Publication title -
helvetica chimica acta
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.74
H-Index - 82
eISSN - 1522-2675
pISSN - 0018-019X
DOI - 10.1002/hlca.19630460432
Subject(s) - chemistry , stereochemistry , microbiology and biotechnology , biology
Die durch Ausschiitteln eines aus getrockneten Blättern von Digitalis canariensis L., vai. isabelliana bereiteten wässerigen Auszuges mit Äther und Chloroform gewonnenen Extrakte wurden einer eingehenden Analyse unterzogen. Im Ätherauszug konnten neben den bereits in der vorangegarigenen Mitteilung beschriebenen Monosiden a, b und c und den Cardenoliden Digitoxigenin (nicht isoliert) und Uzarigenin die folgenden Substanzen kristallisiert werden : ein gelbes Pigment der Formel C 16 H 12 O 3 (Methyl‐methoxy‐anthrachirion ?), ein Gitoxigenin‐Glykosid (= Substanz J), dessen Konstitution nicht abgeklart werden konnte, und γ‐Sitosterin. Letzteres ist damit zum ersten Mal in einer Digitalispflanze nachgewiesen worden. ‐ Aus dem Chloroformextrakt liessen sich die Digitanol‐glykoside Digifolein, Diginin und 14 α Digipronin in Kristallen isolieren, während Lanafolein, das nur in Spuren vorhanden war, sowohl papier‐ als auch dünnschicht‐chromatographisch nachgewiesen werden konnte. Ausserdem liessen sich zwei für D. isabelliana neue digitaloide Glykoside, nämlich Strospesid und in sehr geringer Menge ein vermutlich unbekanntes Digitalosid (= Substanz K) isolieren.