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In 14‐ und 15‐Stellung oxygenierte Ätiansäuren. Gallensäuren und verwandte Stoffe, 55. Mitteilung
Author(s) -
Lardon A.,
Reichstein T.
Publication year - 1962
Publication title -
helvetica chimica acta
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.74
H-Index - 82
eISSN - 1522-2675
pISSN - 0018-019X
DOI - 10.1002/hlca.19620450323
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , stereochemistry
Der aus 3β‐Acetoxy‐14α, 15α‐epoxy‐5β‐ätiansäure‐methylester (VIII) mit CrO 3 in wässeriger Essigsäure entstehende Ketolester besitzt 14β‐Hydroxy‐15‐oxo‐Konfiguration (XIV). Das aus letzterem Ketolester mit SOCl 2 und Pyridin erhaltene Wasserabspaltungsprodukt ist möglicherweise ein Spiran (XVIII). Eine Anzahl weiterer 14β‐Hydroxy‐ und 14β‐Methoxy‐ätiansäure‐Derivate wurden beschrieben. 14β‐Hydroxy‐ätiansäuren gehen beim Erhitzen mit Acetanhydrid und Pyridin in 21→14‐Lactone über, die im IR.‐Spektrum eine besonders kurzwellige CO‐Schwingung zeigen und sich bei der Methanolyse abnormal verhalten, indem sie teilweise Methoxysäuren liefern.– Die Synthesen von 14β, 15β‐Epoxy‐ätiansäuren auf zwei Wegen werden beschrieben, sowie die Synthese einer 14α‐Hydroxy‐ätiansäure. Für die vermutete Spiranbildung aus 14β‐Hydroxysteroiden sind eine Oxo‐Gruppe oder ein α‐ständiger Substituent (Acetoxy‐Gruppe) an C‐15, sowie die Carboxy‐Gruppe an C‐21 notwendig.