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Zur Kenntnis des C‐Calebassins und Isocalebassins. 24. Mitteilung über Calebassenalkaloide
Author(s) -
Bernauer K.,
Schmid H.,
Karrer P.
Publication year - 1957
Publication title -
helvetica chimica acta
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.74
H-Index - 82
eISSN - 1522-2675
pISSN - 0018-019X
DOI - 10.1002/hlca.19570400325
Subject(s) - chemistry , stereochemistry
Unter dem Einfluss starker Säure lässt sich das farblose Calebassin in das gelbe Isocalebassin der gleichen Summenformel überführen. Calebassinjodid lässt sich katalytisch zum Tetrahydro‐calebassinjodid hydrieren, letzteres durch Säure zum Iso‐tetrahydro‐calebassin‐hydrojodid isomerisieren. Die letztgenannte Verbindung erleidet bei der Hydrierung in 0,01‐n. NaOH einen Emde ‐Abbau, wobei eine Tetrahydrobase entsteht, die bei der modifizierten Chromsäureoxydation neben Essigsäure Propionsäure und Methyl‐äthyl‐essigsäure liefert. Eine der beiden Methylgruppen der Methyl‐äthyl‐essigsäure muss aus der(b)‐ständigen Methylengruppe des Iso‐tetrahydro‐calebassins, die andere aus der Äthyliden‐Seitenkette stammen, welche im Calebassin und Isocalebassin durch Ozonabbau nachgewiesen ist. Diese Ergebnisse erlauben Aussagen über die Struktur jenes Ringes zu machen, welcher das N(b)‐Stickstoffatom und den Äthylidenrest enthält. Die Stellung der Äthylidengruppe gegenüber dem N( b)‐Stickstoff ist dieselbe wie in den Curare‐Alkaloiden Mavacurin, Fluorocurin, C‐Curarin, dem C‐Alkaloid T und dem Tetraphyllicin.